Namibias Grenzen bilden Flüsse - im Noden der Kunene und der landeinwärts fließende Okavango, und im Süden der Orangefluss. Dazwischen schneiden gerade, auf dem Reissbrett gezogenen Linien durch ein oft kaum bewohntes Land. Im Nordosten reicht der Caprivizipfel fast 500 Kilometer bis zur Vierländerecke: Sambia, Namibia, Botswana und Simbabwe treffen hier aufeinander. Auf der Fläche, die 90 % der Staatsgebiete von frankreich und Deutschland entspricht, wohnen weniger Menschen als in Wien oder Hamburg. Viele von ihnen sind erst seit wenigen Generationen im Land, vor allem die Europäer und Buren, die zuletzt kamen und am meisten vom Reichtum des Landes profitieren.
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